Orgel von Carl Eduard Schubert

Wegen totalen Verfalls war die 1723 von Johann Jakob Donati eingebaute Orgel nicht mehr zu retten. Am 7. Juni 1872 Unterzeichnung des Kontraktes zwischen C.E. Schubert und dem Kirchenvorstand zum Neubau einer großen Orgel mit drei Manualen und Pedal und 51 klingenden Registern (3158 Pfeifen). Beginn der Bauarbeiten schon im Herbst 1872 durch zwei Gehilfen.

1874 kurze Unterbrechung der Bauarbeiten.
1876 Übersiedlung der Familie Schubert nach Marienberg. Wegen finanzieller Schwierigkeiten Schuberts und der Kirchengemeinde kam es immer öfter zu Bauunterbrechungen.
1879 am 17. August, festliche Orgelweihe. Veranschlagt war die Orgel mit 6.200 Talern, gekostet hat sie 12.663 Taler. Bis 1899 wurde die Orgel von C.E. Schubert gepflegt.

1914 Reinigung und Nachintonation durch die Orgelbaufirma Jehmlich aus Dresden. Dabei Entfernung der Sesquialtera Oberwerk und Einbau einer Aeoline 8´. Einbau eines Elektroventilators durch die Orgelbaufirma Schmeißer aus Rochlitz.

1917 Pflichtabgabe der Zinnpfeifen des Orgelprospektes.
1921 Einbau eines Zinkprospektes nach den alten Maßen durch die Firma Schmeißer.
1931 Reinigung, Nachintonation und Stimmung durch die Firma Jehmlich, deren vorgeschlagene Pneumatisierung durch den damaligen Organisten Kurt Pomp (V1994) verhindert wurde.
1958 Reinigung, Entfernung der „Aeoline 8´“, Rekonstruktion der „Sesquialtera“ durch die Firma Jehmlich.Blick in das Orgelinnere

1990 und 1991 Generalreparatur der Orgel in zwei Bauabschnitten durch die Orgelbaufirma Georg Wünning aus Großolbersdorf.
1994 Rekonstruktion des Zinnprospektes durch die Firma Wünning.

Seit Herbst 2010 wurden Restaurierungsarbeiten durch die Orgelbaufirma Georg Wünning, Großolbersdorf durchgeführt (Kostenvolumen ca. 230.000,- Euro)
Im Frühjahr 2013 begann der Einbau der Pfeifen und die Intonation. 

Die Wiederweihe in einem Festgottesdienst war am 16. Juni 2013.

Die Schubert-Orgel in der St. Marienkirche zu Marienberg gehört zu den wertvollsten und klangauthentischsten Instrumenten ihrer Zeit im Die Große Schubertorgel zur Weihnachtszeitmitteldeutschen Raum und stellt daher für unsere Gemeinde aber auch für unsere Stadt etwas Besonderes dar, das es zu pflegen und zu erhalten gilt.
Das Besondere der Marienberger Orgel ist ihre Originalität und ihr schöner Klang im Plenum und in den Einzelregistern. Das Hauptwerk und das Oberwerk entwickeln eine Klangpracht, die Silbermann mindestens ebenbürtig ist. Das Brustwerk zeichnet sich durch einmalig schön klingende Einzelregister aus. Das Pedalwerk besitzt eine fast unheimliche Klangwirkung in den Bässen.

 

Hörprobe1Hörprobe2  Schubertorgel in St. Marien
(alle Rechte bei: Peter Müller, Lingen)

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